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Zahnpflege Tipps: Was ist ein Abrasiv?

Es gibt bestimmte Funktionen, die jede Zahnpasta erfüllen muss. Neben der antibakteriellen Wirkung und einer effektiven Kariesprophylaxe zählt dazu auch die Reinigung der Zahnoberflächen von Speiseresten, Plaque und oberflächlichen Verfärbungen. Wer glaubt, dass diese wichtige Aufgabe allein durch die mechanische Reibung der Zahnbürste gewährleistet ist, liegt weit daneben. Tatsächlich sollte jede Zahnpasta einen abrasiven Feststoff enthalten. Solche „Abrasive“ sind feine Putzkörper bzw. Schleifpartikel, welche in fast jeder Zahncreme vorkommen. Die gängigsten Stoffe, die als Abrasive eingesetzt werden, sind Kieselsäure und Kreide.

Der RDA-Wert

 

Das ist das Problem: meistens weiß man es eben nicht, da es nicht auf der Verpackung angegeben ist. Dabei gibt es durchaus einen Wert, welcher die Stärke der Abrasionswirkung einer Zahncreme definiert. Der sogenannte RDA-Wert (kurz für relative Dentinabrasion) gibt Auskunft darüber, wie stark der Abrieb des natürlichen Dentins, also der Zahnhartsubstanz, in einem vordefinierten Zeitraum ist.

 

Man unterscheidet

RDA-Wert 0 – 20: sehr wenig abrasiv

RDA-Wert 20 – 40: wenig abrasiv

RDA-Wert 40 – 60: mittelmäßig abrasiv

RDA-Wert 60 – 80: stark abrasiv

RDA-Wert >80: sehr stark abrasiv

 

Viele Zahnpasta-Hersteller, die mit Claims wie „Super Whitening“ oder „Extra Sensitiv“ werben, setzen ihren RDA-Wert auch entsprechend. Während vermeintlich zahnaufhellende Produkte oft einen sehr hohen Abrasionswert aufweisen, wird er bei Zahnpasten für schmerzempfindliche Zähne oder zurückgehendes Zahnfleisch meist besonders niedrig gehalten. Während letzteres bei bereits angegriffenem Zahnmaterial durchaus sinnvoll ist, kann die langfristige Anwendung einer sehr stark abrasiven Zahnpasta zu Schäden am Dentin und Zahnschmelz führen.

Welcher Wert ist empfehlenswert?

 

Für eine schonende, aber gründliche Reinigung der Zähne empfiehlt sich eine Zahncreme mit einem Abrasionswert von 40 bis höchstens 70. Von Zahncremes, die mit „Whitening Pearls“ oder dergleichen werben, ist im Langzeitgebrauch eher abzuraten, da diese mit ihrer hohen Abrasivität das Zahnmaterial angreifen können. Übrigens: wer sich nicht sicher ist, welchen Wert seine derzeitige Zahncreme hat, sollte sich im Zweifel direkt beim Hersteller danach erkundigen. Dieser ist zwar nicht verpflichtet, den RDA-Wert auf der Verpackung der Zahncreme anzugeben, muss ihn jedoch auf Nachfrage des Kunden in jedem Fall preisgeben.

Für unsere Zahncremes verwenden wir beispielsweise ein Abrasiv aus natürlicher Kreide. Dabei haben wir uns ganz bewusst für ein Präparat mit dem soliden RDA-Wert 60 entschieden. Somit werden die Zähne gründlich von Plaque und Co befreit, ohne dabei zu sehr abgerieben zu werden.